Ein neues Kapitel für 100pct.
Manchmal merkt man schon beim ersten Treffen, ob eine Zusammenarbeit trägt. Bei Kostas Pramataris war das so: die Art, wie er über seine Arbeit spricht, ruhig und genau, hat uns überzeugt.
Ab sofort arbeiten wir mit Kostas in Lakonia, auf dem südöstlichen Peloponnes, nahe Monemvasia. Für die meisten ist die Region vor allem für die Felsenstadt bekannt. Für uns ist sie zuerst Ursprung: hier liegen die Olivenhaine, an Hängen mit steinigem Boden und Küstenwind, deren Jahresrhythmus jeden Arbeitsschritt bestimmt.
Ein Betrieb, der in der Familie gewachsen ist
Die Haine, mit denen Kostas heute arbeitet, gehören seit Mitte der neunziger Jahre der Familie. Sein Vater kaufte damals den größten Teil des Landes, einige alte Olivenbäume standen bereits, viele wurden seither gepflanzt. Heute wachsen dort rund 800 Athinoelia- und 800 Koroneiki-Bäume, darunter einzelne Athinoelia-Bäume, die seit über 150 Jahren stehen.
2013 zog die Familie von Athen zurück nach Monemvasia, mitten in der griechischen Finanzkrise. Das war nicht der einzige Grund für den Schritt, hat die Entscheidung aber beschleunigt. Ab 2014 übernahm Kostas Schritt für Schritt die Verantwortung für den Betrieb, sein Vater half besonders in der Anfangszeit mit.
Die Ölmühle direkt am Hain
Kostas hat eine eigene Ölmühle direkt am Olivenhain gebaut. Die Oliven werden deshalb unmittelbar nach der Ernte verarbeitet, ohne Transportweg zwischen Baum und Presse. Jede Charge lässt sich so genau einem Ort und einem Erntetag zuordnen.
Jedes Jahr aufs Neue das Beste aus der Ernte holen
Olivenöl ist ein Saisonprodukt. Jede Ernte bringt andere Bedingungen mit, deshalb reicht es nicht, denselben Ablauf jedes Jahr einfach zu wiederholen. Kostas wertet jede Saison aus und passt an. Uns verbindet der Anspruch, aus den Bedingungen jeder Ernte die bestmögliche Qualität herauszuarbeiten.
Das gilt auch für den Umgang mit der Landschaft. Boden, Bäume und Wasser sind die Grundlage der Arbeit, und sie sind endlich. Kostas bewirtschaftet den Hain ökologisch und hält die Verarbeitung bewusst vor Ort, das schont Ressourcen und Wege gleichermaßen.
Griechisches Olivenöl sichtbarer machen
Griechenland hat das Zeug zu Spitzenölen, im Ausland fehlt dafür oft nur die Bekanntheit. Mit Kostas wollen wir zeigen, was in Lakonia möglich ist, wenn Handwerk, Technikverständnis und Sorgfalt zusammenkommen: klare Herkunft, nachvollziehbare Verarbeitung und eine Partnerschaft, die auf lange Sicht angelegt ist.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Kostas und darauf, in den nächsten Wochen mehr aus der Ernte, den Abfüllungen und der Region zu zeigen.
Willkommen, Kostas.
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