Kostas Pramataris

Bio-Olivenöl aus Lakonia, Griechenland

Kostas Pramataris produziert Olivenöl dort, wo Lakonia ans Meer stößt: nahe Monemvasia im südöstlichen Peloponnes.
Sein Ansatz ist präzise und technisch sauber: Jeder Schritt ist so organisiert, dass er kontrollierbar und nachvollziehbar bleibt – vom Anliefern der Oliven über einen aufwändigen Filtartionsprozess bis hin zur Abfüllung. Kostas arbeitete lange in Athen als Ingenieur, bevor er mit seiner Familie zurück nach Lakonia zurück ging. Heute verbindet er landwirtschaftliche Arbeit im Hain mit einer Verarbeitung, die bewusst auf kurze Wege und saubere Prozesse setzt.

Die Geschichte des Betriebs ist dabei noch jung – und gleichzeitig verwurzelt: Kostas’ Vater kaufte den Großteil des Landes um 1995. Einige sehr alte Olivenbäume standen bereits, viele wurden später gepflanzt. Der Hain wächst bis heute und umfasst derzeit rund 800 Athinoelia- und 800 Koroneiki-Bäume – von jungen Bäumen bis hin zu wenigen Athinoelia, die seit über 150 Jahren dort stehen.

2013 zog die Familie von Athen nach Monemvasia zurück – mitten in der Finanzkrise. Es war nicht der einzige Grund für den Schritt, aber er erleichterte die Entscheidung zurück aufs Land zu ziehen und eine neue berufliche Perspektive aufzubauen. Gleichzeitig gab es damals ein staatliches Förderprogramm, das den Aufbau einer neuen Verarbeitungsanlage unterstützte. Ab 2014 ging der Olivenhain nach und nach in die Verantwortung von Kostas über; sein Vater half besonders in der Anfangszeit parallel mit.


Lage, Hain, Verarbeitung

Ein zentraler Ort seiner Arbeit ist der eigene Olivenhain: ein naturbelassener, ostwärts ausgerichteter Hang, von dem aus man auf das Myrtoische Meer und die Festung von Monemvasia blickt. Dort wird die lokale Sorte Athinoelia und die deutlich bekanntere Koroneiki-Olive ökologisch kultiviert – mit dem Ziel, die hervorragenden Bedingungen der Lage optimal zu nutzen.

Wichtig ist Kostas dabei die Zeit: Oliven werden unmittelbar nach der Ernte verarbeitet, damit der Weg vom Baum in die Mühle kurz bleibt. Die Ölmühle ist als qualitätsorientiertes System ausgelegt: kontrollierte Temperaturen, ruhige Abläufe, Filtration ohne unnötige Umwege. Das Öl wird in Edelstahltanks gelagert und dabei vor Oxidation geschützt – unter anderem durch Stickstoff und temperaturkontrollierte Bedingungen. Abgefüllt wird lokal, direkt aus dem Tank bevor das Olivenöl direkt nach Berlin befördert wird.


Zusammenarbeit mit 100pct.

Mit Kostas verbindet uns ein gemeinsames Ziel: aus jeder Ernte das Beste herauszuholen – und Jahr für Jahr noch besser zu werden. Jede Saison bringt neue Bedingungen im Zuge des Klimawandels auch zunehmede Herausforderungen. Genau deshalb schauen wir gemeinsam so genau hin: vom Arbeiten im Hain bis zur Auswahl der Partien, die am Ende in unsere Abfüllungen gehen. Qualität ist hier kein Versprechen, sondern Ergebnis von  Sorgfalt, Technikverständnis und konsequenter Auswertung.

Genauso wichtig ist uns der Umgang mit der Natur. Ökologischer Anbau, schonende Arbeit im Hain und kurze Wege in der Verarbeitung sind für uns keine Nebensächlichkeiten, sondern Teil des Produkts. Ein Olivenöl ist immer auch ein Ausdruck seiner Umgebung – und den Charakter wollen wir erhalten.

Mit 100pct. möchten wir dazu beitragen, griechisches Olivenöl stärker auf der Karte der Spitzenöle zu verankern: mit transparenter Herkunft, sauberer Verarbeitung und Abfüllungen, die zeigen, welches Niveau Natives Olivenöl extra aus Lakonia erreichen kann.

Monemvasia, Griechenland

Monemvasia ist ein Ort, der sich nicht nebenbei erklärt. Die Altstadt liegt auf einem mächtigen Felsen im Myrtoischen Meer, vom Festland nur durch einen schmalen Damm getrennt – eine „Insel mit einem einzigen Zugang“. Hinter den Mauern: Stein, Wind, Salz, enge Gassen, Kirchen, Schattentore. Davor: Küste, Olivenhaine und dieser klare Rhythmus der Jahreszeiten, der hier vieles bestimmt – Arbeit, Ernte, Begegnungen.

In dieser Landschaft arbeitet Kostas: zwischen Meerluft und Hanglagen, mit Blick auf die Burg von Monemvasia und einer Landwirtschaft, die ohne großes Tamtam auskommt – aber viel Aufmerksamkeit verlangt.